Wer mit dem Gedanken spielt sich zwei Hunde anzuschaffen sollte sich dies sehr gut überlegen.
- Rüde - Rüde
Wer sich 2 Rüden halten will sollte damit rechnen, dass es zu Problemen kommen kann. Rüden haben nun mal die Angewohnheit männliche Artgenossen als Konkurrenten zu betrachten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die zwei andauernde Zweikämpfe veranstalten ist bei dieser Konstellation (Rüde - Rüde) am grössten.
Selbst wenn zwei Rüden die Rangordnung einmal geklärt haben kann es, wenn ein Rüde schwächer wird (durch Krankheit oder Alter), erneut zu Rangordnungskämpfen kommen. Bei kastrierten Rüden ist dieses Verhalten deutlich abgeschwächt.
Natürlich muss es nicht zu einer Dauerfehde zwischen zwei Rüden kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch sehr gross. Ein weiteres Problem kann der Besitzer bekommen, wenn die zwei Rüden nicht konsequent erzogen worden sind. Da Rüden im Allgemeinen sowieso dominanter gegenüber ihrem Herrschen sind, werden unerfahrene Hundehalter mit zwei Rüden sehr grosse Probleme bekommen. Wenn sich die zwei als Team gegen ihr Herrschen stellen kann das zu schlimmen Unfällen führen.
Ich kann deshalb nur erfahren Hundebesitzern raten sich zwei Rüden anzuschaffen.
- Hündin - Rüde
Die Kombination von einer Hündin mit einem Rüden ist relativ unproblematisch. Von Natur aus vertragen sich Männchen und Weibchen gut. Man sollte aber darauf achten, dass entweder Rüde oder Hündin kastriert sind. Andernfalls kann man aller 6 Monate mit Nachwuchs rechnen. Eine permanente Kontrolle der Hunde während der Läufigkeit der Hündin ist kaum möglich
Ein Problem soll nicht verschwiegen werden. Rüden können, wenn sie mit einer Hündin zusammenleben eine gesteigerte Aggression gegenüber anderen Rüden zeigen. Sie verteidigen dann ihr Weibchen meist sehr aggressiv, wenn sich ein fremder Rüde nähert.
- Hündin - Hündin
Das Zusammenleben zweier Hündinnen kann ich jeden Tag selber beobachten. Wenn zwei Hündinnen einmal die Rangfolge geklärt haben, gibt es meist ein Leben lang keine Probleme zwischen den Hunden. Kleine harmlose Rangeleien bleiben natürlich nie ganz aus. Dies gehört aber zu einem normalen Sozialverhalten zwischen zwei Hunden.
Natürlich gibt es auch Hündinnen, die absolut keine Partnerin neben sich tolerieren. In so einem Fall kann die Klärung der Rangfolge zu ernsthaften Verletzungen führen. Wenn man so eine aggressive Hündin hat sollte man sich lieber einen Rüden als Zweithund zulegen.
Unsere zwei Hündinnen sind Mutter und Tochter, die sich so von klein auf kennen. Der einzige Nachteil ist vielleicht, dass sich die zwei bei Auseinandersetzungen mit anderen Hunden gegenseitig helfen. Das kann schon mal dazu führen das ich die Zwei zur Ordnung rufen muss, was allerdings kein Problem darstellt, denn beide hören sehr gut auf mich.