Es ist ein Trugschluß, wenn man glaubt ein Hund müsse hauptsächlich von Fleisch ernährt werden.
Wer seinen Hund nur von Fleisch ernährt wird nicht lange Freude an ihm haben. Durch Einseitige Fleischernährung bekommt der Hund sehr schnell Mangelerscheinungen und wird am Schluß qualvoll verenden.
Dies liegt an der Abstammung vom Wolf. Ein Wolf frißt in der freien Wildbahn mit jedem erlegten Beutetier auch dessen kompletten Mageninhalt ( also meistens halbverdaute Pflanzen ). Weiterhin werden Stücke vom Fell und Knochen mit gefressen.
Dadurch bekommt der Wolf ausreichend Ballaststoffe, die er für eine gesunde Verdauung benötigt.
Der Handel bietet heute eine ausreichende Palette an Hundenahrung. Niemand muß heute seinem Hund die Nahrung selber zusammenstellen. Unsere Hunde ernähren sich hauptsächlich von Trockenfutter.
Naßfutter (Dosenfutter) lehne ich aus 2 Gründen ab.
- der sehr hohe Preis
- wenn man sich einmal die Mühe macht und die Inhaltsangaben durchliest muß man feststellen, daß eine Hundefutterdose hauptsächlich (über 70 %) aus Wasser besteht. Ich sehe nicht ein für Wasser einen so hohen Preis zu zahlen.
Vorteile von Trockenfutter:
- sehr gutes Preis Leistungsverhältnis
- sehr viele verschiedene Sorten, die man genau an seinen Hund (Alter, Bewegung, Größe) anpassen kann.
- Trockenfutter beugt der Zahnsteinbildung beim Hund vor (harte Struktur)
- Müllreduzierung (unsere Hunde bräuchten mindestens 7 Dosen pro Tag)
- Wir müssen nur alle 1,5 Monate zwei 20 kg Säcke holen (Zeitersparnis)
Wenn man Trockenfutter gibt, immer auf einen gefüllten Wassernapf achten !!! Niemals mit einem Hund nach dem Fressen herumtollen !! (Gefahr der meist tödlich verlaufenden Magendrehung)
Wenn ich bei unseren Futtermittelhändler stehe, muß ich feststellen, daß die Preise für 20 Kilo Säcke zwischen 33,- DM und weit über 100,- DM liegen.
Welches Futter nimmt man, bei so einem großen Angebot?
Erstes Kriterium ist das Alter des Hundes. Alle Hundefutterhersteller bieten für die unterschiedlichen Altersstufen des Hundes spezielles Futter an (Welpe, Junior-, Erwachsener-, Seniorhund)
Das zweite Kriterium ist die körperliche Auslastung des Hundes. Ein Hund, der aktiven Hundesport betreibt benötigt ein gehaltvolleres Futter, als ein normaler Familienhund, der zwei mal täglich Gassi geht. Hundefutter für aktive Hunde ist natürlich gleich um einiges teurer als das normale Futter.
Als erstes haben wir ein sehr teures Futter gegeben (Eukanuba). Die Folge davon war, daß Lisa eine Gelenkentzündung bekommen hat. Diese wurde durch das zu gehaltvolle Futter ausgelöst. Futter, das zu viele Mineralien und Vitamine enthält wird bei Hunden mit normaler Aktivität nicht vollständig verwertet. Das führt zu Mineraleinlagerungen in den Gelenken und dies zu Entzündungen.
Aufgrund dieser Erkenntnis sind wir auf ein sehr preiswertes Futter (BOSCH) umgestiegen (20 kg für 16,- EUR). Lisa hat nun keine Beschwerden mehr und Mangelerscheinungen (farbloses Fell, häufige Krankheiten) kann ich bis heute nicht feststellen. Auch Kora verträgt das Futter sehr gut.
Was tun wenn der Hund nicht fressen will ?
Wenn ein Hund ein Futter nicht mag (nach Futterumstellung) ist dies normal. Man sollte nicht in Panik verfallen, wenn der Hund 1-2 Tage nicht fressen will. Erst wenn sich die Appetitlosigkeit länger anhält sollte man den Tierarzt konsultieren.
Wer zu schnell nachgibt und wieder auf das alte Futter (meist das teurere) umsteigt, sollte sich immer vor Augen führen, daß ein Wolf in freier Wildbahn auch nicht jeden Tag frißt. Ein hungriger Hund frißt eigentlich jedes Futter, das man ihm vorsetzt. Also immer aufpassen, daß der Hund nicht versucht einen zu erpressen. Ich kenne einen Kumpel mit einem sehr wählerischen Bullterier. Mein Kumpel läßt sich von seinem Hund immer weichkochen und der Bulli frißt nun mitlerweile nur noch das feinste ( natürlich auch das teuerste) Futter.
Was kann man einem Hund außerdem noch füttern ?
Unsere Hunde fressen mit Vorliebe Obst und Gemüse. Besonders Birnen, Kirchen, Himbeeren, Brombeeren, Nüsse,...)
Da wir einen großen Garten haben holen sich die zwei ihre Ration an Obst von allein.
Ein besonderes Leckerlie ist für unsere Hunde getrocknets, hartes Brot.
Wenn man seinem Hund Essensreste verfüttern will muß man immer bedenken, das ein Hund von gesalzenen und stark gewürzten Speisen leicht erkranken kann. Deshalb lieber nicht füttern.
Wenn man Knochen zur Verfügung hat, sollte man auf keinen Fall Röhrenknochen (vom Geflügel) geben. Rinder- und Schweineknochen sind ab und zu in Ordnung. Ich habe allerdings festgestellt das unsere Hunde nach einer Fütterung mit Knochen sehr festen Stuhl bekommen. Deshalb sind Knochen eher die Ausnahme.
Meiner Meinung nach kann ein normaler Familienhund ausschließlich von Handelsüblichen Trockenfutter ernährt werden.
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