Was sagt der oft gebrauchte Begriff "Kampfhund" aus? Ein Kampfhund ist
ein Hund, der zu Hundekämpfen missbraucht wird. Ein Rottweiler wurde
nie zu Hundekämpfen gezüchtet. Früher diente er als Hütehund,
der Rinder zum Markt getrieben hat. Auch Hunderassen, die früher
als Kampfhunde missbraucht wurden, werden bei konsequenter Erziehung sehr
anhängliche und friedliche Familienhunde. Die weitverbreitete Angst
vor den sogenannten "Kampfhunden", zu denen die Presse auch unsinnigerweise
Rottweiler zählt, wird nur durch die Sensationsgier des heutigen Boulevardjournalismus
geschürt. Unsere Hunde sind durch konsequente und liebevolle Erziehung
zu zwei wunderbaren Familienhunden geworden, denen ihre Wachsamkeit denoch
nicht verlorengegangen ist. Ein Rottweiler ist ein sehr anhänglicher,
sanfter, kinderlieber Familienhund. Das Wichtigste, wenn man sich einen
Rottweiler hält ist ... er muss erzogen werden. Das Zweitwichtigste
ist ... ein Rottweiler braucht Familienkontakt. Das bedeutet er fühlt
sich am wohlsten, wenn ein Mensch in seiner Nähe ist. Rottweiler,
die den ganzen Tag im Zwinger gehalten werden, werden sehr schnell aggressiv
und gefährlich. Unsere Hunde müssen nur in Notfällen in
den Zwinger. Ansonsten haben sie den ganzen Tag Kontakt zu unserer Familie.
Selbst Nachts schlafen die Hunde in meinen Zimmer. Dies verstärkt
die Bindung zwischen Mensch und Hund. Ein Hund der unter solchen Bedingungen
aufwächst, wird später keine Probleme machen. Auf Spaziergängen
kann ich unsere beiden Hündinnen immer ohne Leine laufen lasse (ausser
in der Nähe von Strassen). Ich finde es lächerlich, dass verschiedene
Menschen beim Auftauchen von zwei Rottweilern in Panik ausbrechen, die
Strassenseite wechseln und teilweise sogar die Flucht ergreifen. Andere
Hunde werden hastig angeleint und dann wird die Flucht ergriffen. Unsere
Hunde vertragen sich mit allen anderen Hunden und es ist für sie das
Grösste mit anderen Hunden über die Wiese zu tollen. Viele Hundebesitzer
interpretieren ein anknurren der Hunde bereits als Aggressivität.
Niemand sollte sich wundern, dass sein Hund knurrt und später beisst,
wenn er an der Leine ist und ein anderer Hund auf ihn zukommt. Ich habe
die Erfahrung gemacht, dass sich ein solches Anknurren und Anbellen sofort
legt, wenn beide Hunde von der Leine gelassen werden. Meist überträgt
sich nämlich Die Angst des Besitzers auf seinen Hund. An der Leine
versucht ein Hund sei Herrschen zu verteidigen und so können Beissereien
entstehen. Eine meiner Grundregeln ist, dass ich entweder die Hunde von
der Leine lasse, oder wenn der andere Hundebesitzer nicht will wir getrennter
Wege gehen.
Ich hoffe, dass ich mit meiner Hompage wenigstens etwas für das
Image der Rottweiler erreichen kann. Alle Menschen aus unserer Nachbarschaft,
die unsere Hunde von Klein auf kennen, lieben unsere Hunde und niemand
der uns persönlich kennt würde auf die Idee kommen, in Panik
zu flüchten, wenn sie uns treffen. Im Gegenteil, unsere beiden Rottweiler
bekommen regelmässig Leckerlies von unseren Nachbarn. Sehr häufig
habe ich mir anhören müssen "Ich habe zwar Angst vor Rottweiler,
aber bei Lisa und Kora ist das anders."
Ein ordentlich erzogener Rottweiler, der gut in seine Familie integriert
ist, wird kein gefährlicher Hund. Die Angst resultiert nur aus vereinzelten
Ereignissen, die gierig von der Presse aufgegriffen werden und möglichst
gross und blutrünstig ausgeschlachtet werden. Nur zur Information:
in Deutschland ist laut Statistik der Schäferhund, derjenige, der prozentual
die meisten Beissunfälle verursacht. Ich bin in meinen Leben bereits
zweimal gebissen worden. Einmal von einem Mischling (ich bin auf ein Grundstück
gelaufen und er hat es verteidigt) und das andere mal von einem Schäferhund
(die Hündinn (ehemaliger Polizeihund) ist sehr aggressiv gegen andere
Hündinnen und ich stand zwischen Schäferhund (angeleint) und
einem freilaufenden Pudel, dem ich wahrscheinlich sein Leben gerettet habe).
Einen gefährlichen Rottweiler habe ich, obwohl ich sehr viele Hunde
treffe, bis heute noch nicht erlebt.
Etwas anderes ist es natürlich wenn unsere Hunde das Grundstück,
also ihr Revier verteidigen. Sobald ein Fremder bei uns klingelt wird er
mit wilden Bellen in Empfang genommen, aber sobald ein Familienmitglied
den Fremden hereinlässt, wird derjenige akzeptiert und in Ruhe gelassen.
Natürlich könnte ich für nichts garantieren, wenn ein Fremder
ohne Erlaubnis unser Grundstück betritt. Dieses Verhalten ist jedoch
nicht nur bei Rottweilern zu beobachten. Jeder andere Hund verteidigt sein
Revier ebenso.
Ich fordere alle Hundebesitzer (insbesondere von Rassen die
in den Medien als Bestien abgestempelt werden) auf, alles dafür zu
tun damit das Bild unserer aller Hunde wieder in ein besseres Licht gerückt
wird. Sorgt mit verantwortungsvollen Verhalten auf dem täglichen Spaziergang
dafür ,dass die verunsicherten Menschen (und vorallem die Hundehasser)
keine neuen Argumente gegen Haltung von "Kampfhunden" bekommen.
In meinen Augen ist ein Rottweiler kein Kampfhund!!
Wer anderer Meinung ist kann mir gerne eine Mail senden oder im Forum posten.
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